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Intel kündigte im Juni 2000 seine neuesten und bis dahin leistungsstärksten Prozessoren an. Diese basieren auf der komplett neu entwickelten Intel “NetBurst” Mikroarchitektur. Prozessoren der neuen Generation rechnen zu Beginn mit 42 Millionen Transistoren, verfügen neben den bis dahin verwendeten MMX- und SSE-Befehlen auch über 144 neue SSE2-Befehle und tauschen Daten mittels eines quad-pumped Systembus aus.
Folgende Features wurden der neuen NetBurst Mikroarchitektur implementiert:
Hyper-Pipelined Technology: mit einer gegenüber dem PIII verdoppelten Tiefe der Pipeline auf 20 Stufen, die bis zur Ablösung durch die Core-Mikroarchitektur sogar bis auf 31 Stufen ausgebaut wurde. Diese relativ lange Pipeline ermöglicht deutlich höhere Taktraten als bei der P6-vorgänger Mikroarchitektur.
Rapid Execution Engine: die Arithmetic Logic Units des Prozessors werden mit doppelt so hoher Frequenz wie die des Prozessorkerns betrieben. Dadurch werden bestimmte Befehle innerhalb eines halben Taktes ausgeführt. Dies führt zu deutlich höherem Datendurchsatz und geringerer Wartezeit bei der Befehlsausführung
High-Performance, Quad-Pumped Bus Interface: der Split-Transaction Deeply Pipelined Bus kann mehrere Anfragen ohne Wartezeiten auf Prozessorseite gleichzeitig bearbeiten
Advanced Execution Trace Cache: ist ein weiterentwickelter L1 Befehlscache, der entschlüsselte Befehle zwischenspeichert. Diese Technologie ermöglicht einen Befehlscache mit bedeutend höherer Leistung und eine wesentlich effizientere Nutzung des Cache-Speichers
Hyper-Threading Technologie: Hyper-Threading bietet den Anwendern auf zwei Arten gesteigerte Leistungen. Durch den Einsatz von “multi-threaded” Software oder den Einsatz von Software in einer Multitasking-Umgebung, wie Linux oder Windows XP. Wenn eine Software so geschrieben wurde, daß sie aus mehreren Threads (Programmteilen) besteht, bietet der P4 Prozessor mit HT-Technologie zwei logische Prozessoren an. Zwei Threads werden dann gleichzeitig bearbeitet.
Folgende Prozessoren mit NetBurst Mikroarchitektur wurden von Intel seit November 2000 in den Handel gebracht:
Pentium 4 Willamette 1,3GHz bis 2,0GHz
Pentium 4 Northwood 1,6GHz bis 3,4GHz
Pentium 4 Prescott 2,26GHz bis 3,8GHz
Pentium 4-M Northwood 1,4GHz bis 3,2GHz
Pentium D Smithfield 2,66GHz bis 3,2GHZ
Pentium D Presler 2,8GHz bis 3,73GHz
Celeron Willamette 1,5GHz bis 2,0GHz
Celeron Northwood 1,6GHz bis 2,8GHz
Mobile Celeron Northwood 1,2GHz bis 2,5GHz
Celeron D Prescott 2,13GHz bis 3,33GHZ
Celeron D Cedar Mill 3,06GHz bis 3,6GHz
Xeon Foster 1,3GHz bis 2,0GHz
Xeon Prestonia 1,6GHz bis 3,06GHz
Xeon Gallatin 1,5GHz bis 3,2GHz
Xeon Nocona 2,8GHz bis 3,6GHz
Xeon Irwindale 2,8GHz bis 3,8GHz
Xeon Cranford 3,16GHz bis 3,66GHZ
Xeon Potomac 2,33GHz bis 3,33GHz
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